Nach über zwanzig Stunden in der Luft öffnete sich die Flugzeugtür und es roch nach etwas völlig Neuem: warm, feucht, ein bisschen nach Eukalyptus. Willkommen in Australien.
Die Passkontrolle ging überraschend schnell, der Koffer kam als einer der ersten. Draußen warteten schon die ersten Sonnenstrahlen — und eine Hitze, die man mitten im September überhaupt nicht erwartet.
Vom Flughafen ging es mit der Bahn in die Stadt. Ich hatte mir einen Fensterplatz gesucht, ohne zu ahnen, was gleich kommen würde. Über die Harbour Bridge — und dann, ganz plötzlich, war sie da.
Das Opernhaus leuchtet
Die Segel leuchteten im Vormittagslicht, weiß und fast unwirklich. Ich stand da mit meinem Koffer, ungeduscht, müde vom Flug — und musste grinsen wie ein Kind.
Es war der Moment, in dem die Reise wirklich anfing. Nicht der Abflug, nicht das Umsteigen. Sondern dieser Blick auf ein Gebäude, das ich seit meiner Kindheit auf Fotos gesehen hatte.
Der erste Flat White
Gegen Mittag fand ich ein kleines Café in The Rocks, einem der ältesten Viertel der Stadt. Enge Gassen, alte Backsteinhäuser, und überall dieser warme Abendwind, der vom Wasser hochkam.
Der Kaffee war klein, dunkel und erstaunlich stark. Australier verstehen ihr Handwerk — das muss man neidlos anerkennen.